Adieu HSNB

Ein Abschied ist selten ein klarer Schlusspunkt. Oft ist er ein Übergang, ein Moment, in dem man innehält und erkennt, wie viel gewachsen ist. So fühlt es sich für mich an, die Hochschule Neubrandenburg als wissenschaftliche Mitarbeiterin zu verlassen.

Als ich 2018 hier begonnen habe, wusste ich noch nicht, wie prägend diese Station für mich werden würde. Über die Jahre durfte ich in unterschiedlichen Projekten mitwirken, von HiRegion, einem Vorhaben, das regionale Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe klug miteinander verknüpft, über ProfQuaNB, das die Frage in den Mittelpunkt stellt, wie wissenschaftliche Qualifizierung an Hochschulen für angewandte Wissenschaften gelingt, bis hin zum Projekt SPGK (Seniorenpolitische Gesamtkonzepte), das mich inhaltlich wie menschlich unglaublich bereichert hat. Jedes dieser Projekte hat mich etwas gelehrt, über Räume, Regionen, Kooperationen und darüber, was möglich wird, wenn Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Ich bin dankbar für alles, was ich in dieser Zeit lernen durfte: fachlich, methodisch, strukturell und vor allem menschlich. Die Hochschule Neubrandenburg war für mich immer ein Ort, an dem engagierte Menschen zusammenkommen, um etwas zu bewegen. Ein Ort, an dem Fragen erlaubt sind und an dem Haltung zählt.

Mein besonderer Dank gilt
Prof. Dr. Steffi Kraehmer, Prof. Dr. Stefan Schmidt und Prof. Dr. Peter Dehne, für ihren unermüdlichen Support, ihre Geduld, ihre Verlässlichkeit und die Tür, die immer offenstand.
Johann Kaether danke ich für die respektvolle und wertschätzende Zusammenarbeit.
Und Elisa Hofert für ihre Kollegialität, ihr Mitdenken und ihre klare, verbindende Art.

Auch danke ich den Kolleg:innen der Hochschule Neubrandenburg, der Stadt Neubrandenburg, vom Landkreis MSE und aus dem wunderschönen Land Mecklenburg-Vorpommern.

Es ist ein gutes Gefühl, an einem Ort zu arbeiten und zu forschen, der Entwicklung möglich macht.

Danke an alle, die mich bis hierher begleitet haben. Danke für die Offenheit, das gute Miteinander, das Vertrauen, die Unterstützung und den gemeinsamen Weg.

Als Gastwissenschaftlerin darf ich noch ein bisschen bleiben. Auch dafür bedanke ich mich.

Ich wünsche Allen alles Gute, erholsame Feiertage und immer wieder die Zuversicht: Das wird schon klappen. Das bekommen wir hin. Gemeinsam.

Wenn Pflege zum Risiko wird – Gewalt erkennen und vorbeugen

Der 13. Landespräventionstag Mecklenburg-Vorpommern stand in diesem Jahr unter dem wichtigen Motto „Augen auf! Gewaltprävention in der Pflege“. In meinem Workshop ging es um Gewaltsituationen in der familiären und ambulanten Pflege. Ein Thema, das selten laut wird, obwohl es viele betrifft.

Pflege geschieht oft im Stillen, in privaten Räumen, in emotional aufgeladenen Beziehungen, unter Zeitdruck, Erschöpfung oder Unsicherheit. Und gerade dort, wo Nähe und Verantwortung zusammentreffen, kann auch Gewalt entstehen. Nicht immer vorsätzlich, aber immer mit Folgen.

In meinem Workshop wurde deutlich: Es gibt keine einfachen Antworten, aber viele gute Fragen. Wie erkennen wir Überforderung frühzeitig? Welche Dynamiken kann es geben? Welche Handlungsspielräume haben Fachkräfte? Was brauchen pflegende Angehörige, um nicht allein gelassen zu werden?

Das große Interesse und die engagierten Beiträge der Teilnehmenden haben gezeigt, wie wichtig der Austausch ist und wie groß der Wunsch nach klaren Strukturen, praxistauglichen Konzepten und einer Kultur des Hinschauens ist.

Vielleicht ist eine insofern erfahrende Fahrkraft* für Erwachsene Menschen eine gute Idee?

(*insoweit erfahrene Fachkraft (InsoFa) ist eine speziell ausgebildete Person, die im Bereich des Kinderschutzes tätig ist und Fachkräfte bei der Einschätzung einer möglichen Kindeswohlgefährdung berät und unterstützt.)

Es war jedenfalls ermutigend zu erleben, wie viele Menschen sich mit Fachlichkeit, Herz und Haltung für sichere Pflegesituationen einsetzen.

Mein Dank gilt allen Teilnehmenden für die offene Diskussion, das Teilen von Erfahrungen und das gemeinsame Ringen um Wege zu mehr Schutz und Würde in der Pflege. Es braucht mutige Fragen, interdisziplinäre Zusammenarbeit und konkrete Schutzkonzepte, aber vor allem braucht es Haltung.

Ein herzlicher Dank gilt auch Monika-Maria Kunisch und Team vom Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung MV für die freundliche und engagierte Organisation. Ihre sorgfältige Vorbereitung und offene Art haben eine Atmosphäre geschaffen, in der Austausch und Zusammenarbeit möglich waren.

Meine Promotion als Erfolgsgeschichte im „FH-Personal“-Pageflow

Auszug Pageflow

Ich freue mich, dass ich im Rahmen des Programms „FH-Personal“ meine Promotion als Erfolgsgeschichte teilen darf! Das Bund-Länder-Programm, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), unterstützt Hochschulen für Angewandte Wissenschaften dabei, qualifizierte Professor:innen zu gewinnen und zu fördern. Ein Teil davon ist die Sichtbarmachung unterschiedlicher Wege in die Wissenschaft – und ich bin eine derjenigen, die ihre Erfahrungen dort vorstellen dürfen. 

An der Hochschule Neubrandenburg bin ich Teil des Qualifizierungsprogramms „ProfQuaNB“, das den wissenschaftlichen Nachwuchs auf eine Professur an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften vorbereitet. In diesem Rahmen promoviere ich an der BTU Cottbus-Senftenberg. Meine Forschung beschäftigt sich mit den Beweggründen für informelles zivilgesellschaftliches Engagement in der Pflege – ein Thema, das gesellschaftlich immer relevanter wird. 

Wer mehr über das Förderprogramm und die Erfolgsgeschichten erfahren möchte, findet alle Informationen hier im multimedialen Reportagen-Format vom Projektträger Jülich | Forschungszentrum Jülich GmbH

Perspektiven für eine zukunftsorientierte Senior*innenpolitik

Forschungsprojektende

Das Forschungsprojekt zur Erforschung von „Gelingensfaktoren und Hemmnissen bei der Erstellung Seniorenpolitischer Gesamtkonzepte“ an der Hochschule Neubrandenburg geht zu Ende. Unsere Ergebnisse und Empfehlungen sind jetzt zum Nachlesen online.

Im Rahmen eines Fachtagses des Landkreises MSE an unserer Hochschule bekam unsere Ergebnisvorstellung einen Platz im Programm.

Viele Interessierte kamen. Greta Silver sprach in ihrer Keynote über die Kraft unserer Gedanken und wie wir unsere Sicht auf die Welt verändern können. Sehr inspirierend.

WIR SIND HOCHSCHULE

WIR SIND HOCHSCHULE – Open Space

Die Hochschule Neubrandenburg ist eine kleine Hochschule. Eine kleine Hochschule, die große Themen anfasst und sich auf den Weg macht schon heute gemeinsam die Zukunft zu gestalten.

Viele Ideen und Gedanken wurden ausgetauscht. Ich bin sehr dankbar ein Teil dieser kleinen Hochschule sein zu dürfen, zumindest für eine Zeit lang.

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