Es reicht. Und zwar längst.

Gestern stand ich in Berlin, mitten unter rund 13.000 Menschen. 13.000 Stimmen, die sich nicht länger leise halten. 13.000 Körper, die sichtbar machen: Wir sind viele. Und wir meinen es ernst.

Die Sonne stand über dem Brandenburger Tor, fast friedlich und doch lag etwas anderes in der Luft. Entschlossenheit. Wut. Solidarität.


Zwischen all den Schildern blieb ich immer wieder an einem Satz hängen: „Nicht alle Männer – aber immer wieder Männer.“
Ein Satz, der nicht anklagt, sondern sichtbar macht. Strukturen. Muster. Realitäten, die viel zu lange relativiert wurden. Und dann ist da die Geschichte von Collin Fernandes.
Er hat öffentlich gemacht, was viele kennen und viel zu oft alleine tragen müssen: brutale digitale Gewalt. Was online passiert, ist nicht weniger real. Es ist kein „virtueller Raum“, in dem Dinge weniger zählen. Es ist ein Raum, in dem Menschen verletzt, bedroht und zum Schweigen gebracht werden.
Dass Collien diesen Schritt gegangen ist, braucht Mut. Und es braucht uns alle, damit dieser Mut nicht folgenlos bleibt.

Denn genau darum ging es gestern:
Nicht nur um Sichtbarkeit. Sondern um Konsequenzen. Es kann nicht sein, dass Täter sich sicher fühlen – hinter Bildschirmen, hinter Strukturen, hinter einem System, das zu oft wegschaut. Es kann nicht sein, dass Betroffene kämpfen müssen, um gehört zu werden, um geschützt zu werden, um ernst genommen zu werden.
Was wir brauchen, ist klar:
– Strafrechtliche Konsequenzen für digitale Gewalt
– Echten Schutz für Betroffene
– Strukturen, die Verantwortung übernehmen
Eine Gesellschaft, die nicht relativiert, sondern handelt.


Diese Demo war ein wichtiges Zeichen.
Ein Zeichen dafür, dass wir die Geschichten, die wir uns erzählen, verändern können.
Dass wir nicht länger akzeptieren, dass Gewalt – ob digital oder analog – normalisiert wird.
Dass wir anfangen, eine andere Realität zu schaffen. Eine, in der Schutz vor Tätern steht.
Eine, in der Betroffene nicht allein sind.
Eine, in der sich Täter eben nicht mehr sicher fühlen.

PRÜF HEUTE. SCHÜTZ MORGEN.

Auftakt der PRÜF-Demos in Potsdam

Gestern war ich beim Auftakt der PRÜF-Demonstration am Landtag in Potsdam. Viele Menschen sind gekommen – Es gab viele Plakate, gute Musik, und einen tollen Redebeitrag der Omas gegen rechts mit einer klaren Botschaft: Unsere Demokratie muss geschützt werden.

PRÜF steht für „Prüfung rettet übrigens Freiheit“. Die Initiative fordert, dass Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, vom Bundesverfassungsgericht überprüft werden. Ziel ist ein entsprechender Antrag über den Bundesrat.

Der Weg über den Bundesrat ist dabei entscheidend: Bundesländer können dort einen Antrag stellen, damit das Bundesverfassungsgericht prüft, ob eine Partei verfassungswidrige Ziele verfolgt. 

PRÜF!

Die Idee der Initiative ist bewusst einfach:

Menschen versammeln sich jeden zweiten Samstag im Monat in den Landeshauptstädten, um die Politik an ihre Verantwortung zu erinnern, die demokratische Ordnung zu schützen. 

Auch in Potsdam war die Stimmung entschlossen und solidarisch. Familien, Initiativen, Gewerkschaften, zivilgesellschaftliche Gruppen – viele sind gekommen, um ein gemeinsames Zeichen zu setzen: Demokratie braucht Engagement.

Für mich war es ein starkes Signal, wie viele Menschen bereit sind, aufzustehen und sich einzumischen.

Ab jetzt sehen wir uns monatlich wieder:

📍 jeden zweiten Samstag

📍 14 Uhr

📍 am Landtag in Potsdam

Denn Demokratie lebt davon, dass wir sie gemeinsam verteidigen.

Mein PRÜF Plakat hat es sogar in den rbb geschafft 🥳

Stabil zum Jahresende

..und?

„Erinnerst du dich noch an den Beginn dieses Jahres?  Überall im Land gab es Proteste gegen den Rechtsruck in Deutschland. So soll das Jahr auch ausklingen. Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie Ausgrenzung und rechte Ideologie haben uns auch dieses Jahr schwer zu schaffen gemacht. Darum heißt es weiterhin: Gesicht zeigen, klar sein gegen Hass und Hetze und sich nicht täuschen oder ablenken lassen von der menschenfeindlichen Rhetorik von Rechtsaußen.“ Koalakollektiv

Das Koalakollektiv hat sich ein ganz besonderes und liebevolles Geschenk für uns alle ausgedacht:

„Endlich ein Weihnachtsfilm für die ganze Familie! Love it and spread it wild. Geh auf www.koalakollektiv.de , lade dir das Video runter und sorge für weihnachtliche Stimmung in deiner Familien-Whatsappgruppe :)“ Koalakollektiv

„Wollen wir dann mal?“ – Der Weihnachtsclip
EIN KOALAKOLLEKTIV – FILM © 2024

… frohe Weihnachten und kommt gut ins neue Jahr.

#Parität Jetzt!

#Parität Jetzt!
Der Frauenpolitische Rat Land Brandenburg e.V. beteiligt sich an dem bundesweiten Paritäts-Aktionstag am 22.09.2022


Am 22.09.2022 startet die bundesweite Kampagne der Initiative #Parität Jetzt!. Ein Bündnis der Landesfrauenräte, dem Verein Parité in den Parlamenten e.V. und weiteren zivilgesellschaftlichen Akteur*innen fordert damit die von den Ampel-Fraktionen angekündigten gesetzlichen Regelungen zur Erreichung der paritätischen Repräsentation in der Wahlrechtsreform auf Bundesebene ein. In Zusammenarbeit mit den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten werden zahlreiche Aktionen und kreative Aktionsformate in verschiedenen Städten und Gemeinden stattfinden.

Paritäts-Aktionstag mit Fotoaktion vor dem Brandenburger Landtag

16 UHR LANDTAG BRANDENBURG, AUF DER SEITE ZUM FILMMUSEUM

Fotoaktion am 22.09. um 16 Uhr vor dem Brandenburger Landtag auf der Seite zum Filmmuseum:

Ein Bündnis aus Vertreter*innen der Landesfrauenräte, der BAG der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten, dem Verein Parité in den Parlamenten und weiteren Partner*innen hat den Tag als Paritäts-Aktionstag zur Einforderung von Paritätsregelungen in der Wahlrechtsreform auf Bundesebene ausgerufen.

Sie und Ihr könnt auch gerne Kolleg*innen aus Ihrer/Eurer Organisation mitbringen – je mehr wir sind, desto stärker ist das Zeichen für Parität, das gerade wir als Brandenburger Paritäts-Vorkämpfer*innen senden können.

Wir sind nicht neutral!

Das Aktionsbündnis Brandenburg feiert 25 Jahre gegen Rechtsextremismus und Rassismus. Das Bündnis mit aktuell 86 Mitgliedern in ganz Brandenburg zeigt, dass Solidarität und Engagement für Toleranz und Vielfalt in Brandenburg zivilgesellschaftlich vereint sind.

#StandWithUkraine

Liebe Annalena Baerbock, die nächste Generation schaut aufmerksam zu! Danke für die Bemühungen, die wichtige Arbeit und die klare Haltung. ❤️

Wir sind froh, dass wir eine Außenministerin haben die Feingefühl und gleichzeitig Haltung zeigt.