einander ist alles was wir haben

„Aus frauen- und gleichstellungspolitischer Perspektive wissen wir: Unsichtbarkeit ist selten zufällig. Sie entsteht durch Strukturen, Routinen und vermeintliche Selbstverständlichkeiten – ebenso durch das, was nicht gesehen werden kann oder nicht gesehen werden will.

[…] Ich fordere Sie, Euch und uns auf, gemeinsam für Würde und Menschenrechte einzustehen. 

Der Faschismus ist zurück – und einander ist alles was wir haben.“ 

Es war mir eine große Ehre heute in der Gedenkstätte Lindenstraße am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust sprechen zu dürfen. 

Mein Dank gilt Franziska Schumann und Thomas Götz von der Fördergemeinschaft der Gedenkstätte Lindenstraße für das Vertrauen und die Einladung.

Und danke an Maria Schultz sowie dem Team der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße für die kontinuierliche, unverzichtbare Arbeit des Erinnerns, des Fragens und des Sichtbarmachens.

Bild: Heiderose Gerber
Gedenkstätte Lindenstraße

Der Kongress tanzt

Ich war kürzlich eingeladen, mir das Netzwerk „Der Kongress tanzt“ anzuschauen. Ein Zusammenschluss von Menschen, die sich mit der Frage beschäftigen, wie Veranstaltungen so gestaltet werden können, dass sie mehr sind als reine Informationsformate.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht das klassische Konferenzsetting, sondern die Idee, Austausch, Beteiligung und gute Begegnungen zu ermöglichen.
Interessant fand ich vor allem die Vielfalt im Netzwerk: unterschiedliche Professionen, unterschiedliche Zugänge und trotzdem ein gemeinsames Interesse an Qualität, Sinn und Haltung in der Veranstaltungsarbeit. Das passt gut zu aktuellen Fragen rund um Kooperation, Beteiligung und nachhaltige Netzwerke.


Danke für die Einladung und den Einblick. Es war schön, das Netzwerk kennenzulernen.

Auf geht’s

2026

ins neue Jahr.

Ich wünsche uns allen Zuversicht und Kraft für alles was kommt. Weltfrieden ist das Ziel. Auf geht’s. Machen wir was Gutes daraus.

Ich packe meinen Beutel

Anfang August 2025 stand ich barfuß am Strand und habe #WÄHLTFRAUEN in den Sand geschrieben.

Heute ist WÄHLT FRAUEN zurück am Meer. Diesmal gedruckt auf einem Beutel. Ich schaue zurück – und motiviert nach vorn.

Ich packe in meinen Beutel:

* eine große Portion Dankbarkeit

* schöne Erinnerungen

* viele Begegnungen und Gespräche

* wertvollen Austausch

* eine Menge Zuspruch

* hilfreichen Widerspruch

* neue Kontakte und Verbündete

* alte Weggefährt:innen

* das Wissen, dass Veränderung möglich ist

* den Zuwachs einer Oberbürgermeisterin in den Landeshauptstädten (2 statt 1 von 16)

* das Gefühl, gemeinsam etwas bewegen zu können

* Mut, dranzubleiben

* Geduld für Prozesse

* eine Markeneintragungsurkunde

Vieles davon ist möglich geworden, weil engagierte Menschen unterstützt, mitgedacht, widersprochen und getragen haben.

Euch danke ich von Herzen.

🩷

All das Gute kommt mit ins Wahljahr 2026.

Denn 2026 wird gewählt. Viel. Und entscheidend:

08.03.

Baden-Württemberg – Landtagswahl

Bayern – Kommunalwahl

15.03.

Hessen – Kommunalwahl

22.03.

Rheinland-Pfalz – Landtagswahl

06.09.

Sachsen-Anhalt – Landtagswahl

13.09.

Niedersachsen – Kommunalwahl

20.09.

Berlin – Wahl zum Abgeordnetenhaus

Mecklenburg-Vorpommern – Landtagswahl

+ etliche (Ober-)Bürgermeister:innenwahlen.

All diese Termine liegen vor uns.

Und mit ihnen die Fragen:

Wer kandidiert?

Wer unterstützt?

Wer ist sichtbar?

#wähltFrauen macht jedenfalls weiter. Wie und mit welchen Möglichkeiten — das überlegen wir eifrig seit einigen Tagen. 

Kommt gut und gesund ins neue Jahr. Wir sehen uns dort.

Ich freue mich darauf. 

Endjahreslangsamkeit

Die Feiertage machen mich langsamer.
Das Jahr liegt fast hinter uns, und es war viel zu tun. Anstrengend stellenweise, fordernd oft. Vieles, das Kraft gekostet hat. Und doch zeigt sich in der Rückschau: Es ist auch einiges gelungen. Juhu.

Ich wünsche mir eine Pause über die Feiertage. Das Recht, müde zu sein. Ein kurzes Innehalten, ohne gleich wissen zu müssen, wie es nun wann und wo weitergeht.

Ich bin dankbar. Für das Geschaffte. Für das Erleben der Menschen, an meiner Seite.

Das Ausruhen ist kein Aufgeben, sondern wichtige Vorbereitung.

Denn vor uns liegt weiterhin viel Arbeit. Jede Menge Aufgaben warten auf Umsetzung und tolle Ideen wollen sinnvoll gedacht und zum Leben erweckt werden.

Dafür brauchen wir Kraft, lasst uns Gedanken sortieren und in Ruhe Luft holen.

Dann machen wir was Gutes aus allem was kommt. Gemeinsam.

Ich freue mich darauf und wünsche erholsame Feiertage.

Adieu HSNB

Ein Abschied ist selten ein klarer Schlusspunkt. Oft ist er ein Übergang, ein Moment, in dem man innehält und erkennt, wie viel gewachsen ist. So fühlt es sich für mich an, die Hochschule Neubrandenburg als wissenschaftliche Mitarbeiterin zu verlassen.

Als ich 2018 hier begonnen habe, wusste ich noch nicht, wie prägend diese Station für mich werden würde. Über die Jahre durfte ich in unterschiedlichen Projekten mitwirken, von HiRegion, einem Vorhaben, das regionale Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe klug miteinander verknüpft, über ProfQuaNB, das die Frage in den Mittelpunkt stellt, wie wissenschaftliche Qualifizierung an Hochschulen für angewandte Wissenschaften gelingt, bis hin zum Projekt SPGK (Seniorenpolitische Gesamtkonzepte), das mich inhaltlich wie menschlich unglaublich bereichert hat. Jedes dieser Projekte hat mich etwas gelehrt, über Räume, Regionen, Kooperationen und darüber, was möglich wird, wenn Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Ich bin dankbar für alles, was ich in dieser Zeit lernen durfte: fachlich, methodisch, strukturell und vor allem menschlich. Die Hochschule Neubrandenburg war für mich immer ein Ort, an dem engagierte Menschen zusammenkommen, um etwas zu bewegen. Ein Ort, an dem Fragen erlaubt sind und an dem Haltung zählt.

Mein besonderer Dank gilt
Prof. Dr. Steffi Kraehmer, Prof. Dr. Stefan Schmidt und Prof. Dr. Peter Dehne, für ihren unermüdlichen Support, ihre Geduld, ihre Verlässlichkeit und die Tür, die immer offenstand.
Johann Kaether danke ich für die respektvolle und wertschätzende Zusammenarbeit.
Und Elisa Hofert für ihre Kollegialität, ihr Mitdenken und ihre klare, verbindende Art.

Auch danke ich den Kolleg:innen der Hochschule Neubrandenburg, der Stadt Neubrandenburg, vom Landkreis MSE und aus dem wunderschönen Land Mecklenburg-Vorpommern.

Es ist ein gutes Gefühl, an einem Ort zu arbeiten und zu forschen, der Entwicklung möglich macht.

Danke an alle, die mich bis hierher begleitet haben. Danke für die Offenheit, das gute Miteinander, das Vertrauen, die Unterstützung und den gemeinsamen Weg.

Als Gastwissenschaftlerin darf ich noch ein bisschen bleiben. Auch dafür bedanke ich mich.

Ich wünsche Allen alles Gute, erholsame Feiertage und immer wieder die Zuversicht: Das wird schon klappen. Das bekommen wir hin. Gemeinsam.