Feministische Solidarität

Am 7. März kamen im Autonomen Frauenzentrum Potsdam zahlreiche Gäste zusammen, um über eine zentrale Frage zu diskutieren: Wie kann feministische Solidarität heute konkret aussehen?


Auf dem Podium trafen Perspektiven aus Politik, Gleichstellungsarbeit, Kunst und Aktivismus aufeinander. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, welche Handlungsmöglichkeiten es in Kommune, Zivilgesellschaft und Kultur gibt – und wie feministische Netzwerke so gestaltet werden können, dass sie nachhaltig, verlässlich und wirksam sind.
Zu den Podiumsgästen gehörten:
🩷 Noosha Aubel, Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Potsdam
🩷 Dr.in Fatma Haron, Gleichstellungsbeauftragte Potsdam-Mittelmark
🩷 Dr.in Uta Kletzing, Landesgleichstellungsbeauftragte Brandenburg
🩷 Sookee, Aktivistin und feministische Künstlerin
🩷 Patricia Vester, Illustratorin, Diversity-Trainerin und Prozessbegleiterin
🩷 Claudia Sprengel, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Potsdam

Die Moderation übernahm Vanessa Materla,
Im Zentrum der Diskussion standen Fragen nach Verantwortung, Verbündetsein und struktureller Veränderung:
Wie können feministische Anliegen stärker in politische Entscheidungsprozesse eingebracht werden? Welche Rolle spielen Kunst, Aktivismus und Zivilgesellschaft dabei?
Und wie gelingt es, solidarische Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven Platz finden?


Der Abend zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Austausch, gegenseitige Unterstützung und starke Netzwerke sind. Feministische Solidarität entsteht nicht abstrakt — sie wächst in Begegnungen, Gesprächen und gemeinsamen Initiativen.

Ein inspirierender Abend, der einmal mehr deutlich gemacht hat:
Feministische Solidarität ist eine gesellschaftliche Kraft — und sie lebt davon, dass Menschen sie gemeinsam gestalten.

einander ist alles was wir haben

„Aus frauen- und gleichstellungspolitischer Perspektive wissen wir: Unsichtbarkeit ist selten zufällig. Sie entsteht durch Strukturen, Routinen und vermeintliche Selbstverständlichkeiten – ebenso durch das, was nicht gesehen werden kann oder nicht gesehen werden will.

[…] Ich fordere Sie, Euch und uns auf, gemeinsam für Würde und Menschenrechte einzustehen. 

Der Faschismus ist zurück – und einander ist alles was wir haben.“ 

Es war mir eine große Ehre heute in der Gedenkstätte Lindenstraße am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust sprechen zu dürfen. 

Mein Dank gilt Franziska Schumann und Thomas Götz von der Fördergemeinschaft der Gedenkstätte Lindenstraße für das Vertrauen und die Einladung.

Und danke an Maria Schultz sowie dem Team der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße für die kontinuierliche, unverzichtbare Arbeit des Erinnerns, des Fragens und des Sichtbarmachens.

Bild: Heiderose Gerber
Gedenkstätte Lindenstraße

Der Kongress tanzt

Ich war kürzlich eingeladen, mir das Netzwerk „Der Kongress tanzt“ anzuschauen. Ein Zusammenschluss von Menschen, die sich mit der Frage beschäftigen, wie Veranstaltungen so gestaltet werden können, dass sie mehr sind als reine Informationsformate.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht das klassische Konferenzsetting, sondern die Idee, Austausch, Beteiligung und gute Begegnungen zu ermöglichen.
Interessant fand ich vor allem die Vielfalt im Netzwerk: unterschiedliche Professionen, unterschiedliche Zugänge und trotzdem ein gemeinsames Interesse an Qualität, Sinn und Haltung in der Veranstaltungsarbeit. Das passt gut zu aktuellen Fragen rund um Kooperation, Beteiligung und nachhaltige Netzwerke.


Danke für die Einladung und den Einblick. Es war schön, das Netzwerk kennenzulernen.

Auf geht’s

2026

ins neue Jahr.

Ich wünsche uns allen Zuversicht und Kraft für alles was kommt. Weltfrieden ist das Ziel. Auf geht’s. Machen wir was Gutes daraus.

Ich packe meinen Beutel

Anfang August 2025 stand ich barfuß am Strand und habe #WÄHLTFRAUEN in den Sand geschrieben.

Heute ist WÄHLT FRAUEN zurück am Meer. Diesmal gedruckt auf einem Beutel. Ich schaue zurück – und motiviert nach vorn.

Ich packe in meinen Beutel:

* eine große Portion Dankbarkeit

* schöne Erinnerungen

* viele Begegnungen und Gespräche

* wertvollen Austausch

* eine Menge Zuspruch

* hilfreichen Widerspruch

* neue Kontakte und Verbündete

* alte Weggefährt:innen

* das Wissen, dass Veränderung möglich ist

* den Zuwachs einer Oberbürgermeisterin in den Landeshauptstädten (2 statt 1 von 16)

* das Gefühl, gemeinsam etwas bewegen zu können

* Mut, dranzubleiben

* Geduld für Prozesse

* eine Markeneintragungsurkunde

Vieles davon ist möglich geworden, weil engagierte Menschen unterstützt, mitgedacht, widersprochen und getragen haben.

Euch danke ich von Herzen.

🩷

All das Gute kommt mit ins Wahljahr 2026.

Denn 2026 wird gewählt. Viel. Und entscheidend:

08.03.

Baden-Württemberg – Landtagswahl

Bayern – Kommunalwahl

15.03.

Hessen – Kommunalwahl

22.03.

Rheinland-Pfalz – Landtagswahl

06.09.

Sachsen-Anhalt – Landtagswahl

13.09.

Niedersachsen – Kommunalwahl

20.09.

Berlin – Wahl zum Abgeordnetenhaus

Mecklenburg-Vorpommern – Landtagswahl

+ etliche (Ober-)Bürgermeister:innenwahlen.

All diese Termine liegen vor uns.

Und mit ihnen die Fragen:

Wer kandidiert?

Wer unterstützt?

Wer ist sichtbar?

#wähltFrauen macht jedenfalls weiter. Wie und mit welchen Möglichkeiten — das überlegen wir eifrig seit einigen Tagen. 

Kommt gut und gesund ins neue Jahr. Wir sehen uns dort.

Ich freue mich darauf. 

Endjahreslangsamkeit

Die Feiertage machen mich langsamer.
Das Jahr liegt fast hinter uns, und es war viel zu tun. Anstrengend stellenweise, fordernd oft. Vieles, das Kraft gekostet hat. Und doch zeigt sich in der Rückschau: Es ist auch einiges gelungen. Juhu.

Ich wünsche mir eine Pause über die Feiertage. Das Recht, müde zu sein. Ein kurzes Innehalten, ohne gleich wissen zu müssen, wie es nun wann und wo weitergeht.

Ich bin dankbar. Für das Geschaffte. Für das Erleben der Menschen, an meiner Seite.

Das Ausruhen ist kein Aufgeben, sondern wichtige Vorbereitung.

Denn vor uns liegt weiterhin viel Arbeit. Jede Menge Aufgaben warten auf Umsetzung und tolle Ideen wollen sinnvoll gedacht und zum Leben erweckt werden.

Dafür brauchen wir Kraft, lasst uns Gedanken sortieren und in Ruhe Luft holen.

Dann machen wir was Gutes aus allem was kommt. Gemeinsam.

Ich freue mich darauf und wünsche erholsame Feiertage.