Martin Kohlstedt

Gestern Abend im Admiralspalast: Martin Kohlstedt am Klavier, versunken in seinen Klangwelten. Es war, als würde er nicht nur Musik spielen, sondern Alchemie betreiben – aus Tönen und Strukturen entstanden Kompositionen, die tiefer gingen als nur ins Ohr. Sie griffen ins Herz, legten sich über den Raum wie eine unsichtbare, vibrierende Decke und trugen mich für einen Moment fort.

Fort aus dem lauten Weltgeschehen, hinein in eine zeitlose Kugel aus Emotionen. Mal sanft und meditativ, mal fordernd und intensiv – jedes Stück war ein Dialog zwischen ihm, den Tasten und uns Zuhörenden. Ein einzigartiges Erlebnis, das mehr als Musik war. Es war ein Genuss.

Seine Konzerte sind unbedingt zu empfehlen – live entfalten seine Stücke eine fast magische Kraft. Und wer Martin Kohlstedt nicht nur musikalisch, sondern auch in seinem nachhaltigen Engagement unterstützen möchte, sollte sich sein Baumprojekt in Thüringen anschauen. Mit „Forest“ setzt er sich aktiv für die Aufforstung und den Schutz von Wäldern ein – ein weiteres Zeichen seiner tiefen Verbundenheit mit der Natur und den Resonanzen, die sie in uns allen auslösen kann.