Aus Wut wird Solidarität.

Zu Gast im Studio des rbb bei Brandenburg aktuell

Gestern war ich live zu Gast im Studio von rbb24 Brandenburg aktuell.

Über die Einladung habe ich mich sehr gefreut. Anlass des Gesprächs war eine Frage, die rund um den Internationalen Frauentag immer wieder gestellt wird: Braucht es den Frauentag eigentlich noch? Meine Antwort im Studio war klar: Mehr denn je.


Wir erleben derzeit einen zunehmenden Rechtsdruck und eine wachsende antifeministische Stimmung. Gleichstellung wird wieder stärker infrage gestellt, feministische Errungenschaften werden relativiert oder offen angegriffen. In einer solchen Zeit ist der Frauentag nicht überholt – er ist notwendig. Er erinnert daran, dass Gleichberechtigung kein Zustand ist, den man einmal erreicht und dann abhaken kann. Sie muss immer wieder verteidigt, eingefordert und weiterentwickelt werden.


Drei Dinge, die sich sofort ändern sollten
Im Gespräch habe ich drei Punkte genannt, bei denen sich meiner Ansicht nach jetzt etwas ändern sollte:
1. Parität in politischen Mandaten
Frauen stellen die Hälfte der Bevölkerung, sind in Parlamenten aber deutlich unterrepräsentiert. Eine demokratische Gesellschaft braucht politische Entscheidungen, in denen Frauen gleichberechtigt vertreten sind.


2. Abschaffung des §218
Die Selbstbestimmung über den eigenen Körper gehört zu den grundlegenden Rechten von Frauen. Schwangerschaftsabbrüche gehören nicht ins Strafgesetzbuch.


3. Mehr Frauen in Führung
Ob in Wirtschaft, Medien oder Wissenschaft – Frauen sind in Spitzenpositionen weiterhin deutlich seltener vertreten. Das zu ändern ist eine zentrale Voraussetzung für echte Gleichstellung.


Wut als Motor für Veränderung
Im Beitrag ging es auch darum, dass Gefühle – insbesondere Wut über Ungerechtigkeit – ein Motor für gesellschaftliches Engagement sein können. Viele Menschen beginnen sich genau dann einzumischen, wenn sie merken: So darf es nicht bleiben. Diese Energie kann Veränderung antreiben. Die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Potsdam Claudia Sprengel und die Oberbürgermeisterin Noosha Aubel sind im Beitrag zu sehen.


Ich freue mich über alle, die reingeschaut – und über alle, die sich an der Debatte beteiligen. Denn Gleichstellung lebt davon, dass wir sie immer wieder gemeinsam einfordern.

Feministische Solidarität

Am 7. März kamen im Autonomen Frauenzentrum Potsdam zahlreiche Gäste zusammen, um über eine zentrale Frage zu diskutieren: Wie kann feministische Solidarität heute konkret aussehen?


Auf dem Podium trafen Perspektiven aus Politik, Gleichstellungsarbeit, Kunst und Aktivismus aufeinander. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, welche Handlungsmöglichkeiten es in Kommune, Zivilgesellschaft und Kultur gibt – und wie feministische Netzwerke so gestaltet werden können, dass sie nachhaltig, verlässlich und wirksam sind.
Zu den Podiumsgästen gehörten:
🩷 Noosha Aubel, Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Potsdam
🩷 Dr.in Fatma Haron, Gleichstellungsbeauftragte Potsdam-Mittelmark
🩷 Dr.in Uta Kletzing, Landesgleichstellungsbeauftragte Brandenburg
🩷 Sookee, Aktivistin und feministische Künstlerin
🩷 Patricia Vester, Illustratorin, Diversity-Trainerin und Prozessbegleiterin
🩷 Claudia Sprengel, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Potsdam

Die Moderation übernahm Vanessa Materla,
Im Zentrum der Diskussion standen Fragen nach Verantwortung, Verbündetsein und struktureller Veränderung:
Wie können feministische Anliegen stärker in politische Entscheidungsprozesse eingebracht werden? Welche Rolle spielen Kunst, Aktivismus und Zivilgesellschaft dabei?
Und wie gelingt es, solidarische Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven Platz finden?


Der Abend zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Austausch, gegenseitige Unterstützung und starke Netzwerke sind. Feministische Solidarität entsteht nicht abstrakt — sie wächst in Begegnungen, Gesprächen und gemeinsamen Initiativen.

Ein inspirierender Abend, der einmal mehr deutlich gemacht hat:
Feministische Solidarität ist eine gesellschaftliche Kraft — und sie lebt davon, dass Menschen sie gemeinsam gestalten.

Frauenstammtisch Falkensee

Gestern war ich zu Gast in Falkensee, beim Frauenstammtisch in Falkensee.

Ich habe mich sehr über die Einladung gefreut. Wir haben über feministisches Engagement, gesellschaftliche Verantwortung und die Frage gesprochen, warum Wegschauen keine Option ist. Vielen Dank für die Einladung, den offenen Austausch und das Interesse.
Gerade in bewegten Zeiten braucht es Menschen, die Haltung zeigen, Ungleichheiten sichtbar machen und sich für Gerechtigkeit einsetzen. Der Abend hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig Räume für Gespräche, Perspektiven und gemeinsame Ideen sind.

„Politik trifft Wissenschaft“

Am 23. März 2025 veranstaltete der Zonta Club Potsdam im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwochen einen eindrucksvollen Frauensalon unter dem Motto „Politik trifft Wissenschaft“. Die Veranstaltung beleuchtete die geschlechtsspezifischen Auswirkungen des Klimawandels und die Notwendigkeit einer frauenpolitischen Perspektive in der Klimapolitik. Ursula Nonnemacher, Ministerin a.D., Ärztin und Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen, sowie Anna Reckwitz, Doktorandin am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, gaben wertvolle Einblicke in diese drängenden Fragen.

Ein besonderer Moment des Abends war die Spendenübergabe an das Frauenzentrum Potsdam. Die Mittel werden gezielt für die Ausstattung der neuen Räumlichkeiten genutzt – ein wichtiger Schritt, um einen sicheren und gut ausgestatteten Ort für Austausch, Unterstützung und Engagement zu schaffen. Diese Spende zeigt, wie wertvoll gemeinsames Handeln ist: Während auf politischer Ebene für strukturelle Veränderungen gekämpft wird, braucht es gleichzeitig konkrete Unterstützung vor Ort, damit Frauenräume wachsen und wirken können.

Gemeinsam Voraussetzungen schaffen für Veränderung – lokal, politisch und gesellschaftlich. Toll. Ich mag’s.

Bildquelle u.r. Manuela Dörnenburg

Auf Spurensuche

8. März, Frauentag in Potsdam.

Das Autonome Frauenzentrum Potsdam  präsentierte Anne Rabe mit ihrem Prosadebüt „Die Möglichkeit von Glück“ im TWerk.

Der Roman von Anne Rabe steht u.a. auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2023.

Es war mir eine besondere Freude Anne Rabe und Dr.n Jessica Bock vom Digitalen Deutschen Frauenarchiv für das Frauenzentrum Potsdam auf der Bühne begrüßen und die Veranstaltung moderieren zu dürfen.

Ein bewegendes Buch, ein bewegender Abend.

Dr.n Jessica Bock und Anne Rabe

Ein Artikel zum Abend gibt es hier:

Tagesspiegel Potsdamer Neueste Nachrichten

„Die Möglichkeit von Glück“

Eine Leseempfehlung:

Der Roman „Die Möglichkeit von Glück“ von Anne Rabe ist gewaltig, finde ich. Für mich ist das Buch ein kunstvolles Werk das mit Sprache Bilder zeichnet, ohne dabei voyeuristisch und/oder anklagend, gar zuschreibend zu sein.

Das Autonome Frauenzentrum Potsdam bringt die Autorin zum Internationalen Frauentag, im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche auf die Bühne. Anne Rabe liest aus ihrem Buch, am 08.03.24. im T-Werk Potsdam.

Tickets gibt es hier:

„Die Möglichkeit von Glück“ – Auf Spurensuche mit Anne Rabe –
Lesung zum internationalen Frauentag