
Bildquelle: https://www.libbyvanderploeg.com/#/reflections-on-the-march
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Liebe Annalena Baerbock, die nächste Generation schaut aufmerksam zu! Danke für die Bemühungen, die wichtige Arbeit und die klare Haltung. ❤️
Wir sind froh, dass wir eine Außenministerin haben die Feingefühl und gleichzeitig Haltung zeigt.
Name: Jenny
Status: geimpft, geboostert, k.o.
Wohnort: Potsdam
Motto: Schritt für Schritt und Tag für Tag
Quarantänen: 1
Farbe der Pandemie: kaltes eckiges grau
Pandemiemusik: laut, leise, langsam, schnell – alles gleichzeitig
So schmeckt die Pandemie: salzig
Hilft mir: Tolle Menschen, die zuversichtlich bleiben und liebevoll nachfragen „Wie geht es dir, wirklich?“
Mag ich nicht: JPGs und farbige Arbeitsblätter ausdrucken (müssen)
Mag ich auch nicht: Über Essen und deren Zubereitung nachdenken (müssen)
Nervt mich sehr: Rechte Hetze, Schwurbler:innen und deren Spaziergänge durch unsere Stadt
Fehlt mir sehr: Durch die Nacht tanzen
Lieblingsessen: Alles was ich selbst nicht kochen muss
Wünsche ich mir: Mitgefühl, Kraft und Zeit die schönen Dinge zu bemerken
Das mache ich, wenn der ganze Scheiß überstanden ist:
Ich zünde eine Kerze an, für alle, die es nicht erleben dürfen, das Ende der Pandemie.
Ich bin ergriffen. Mit wunderschönen Blumen steht meine Nachbarin, 94 Jahre alt, um 18 Uhr vor meiner Tür und bedankt sich bei mir.
Dafür, dass ich ihr heute 2 kleine Beutel in ihre Wohnung in das 2. OG, getragen habe. 94! Unglaublich. Sie sagt, sie ist extra und selbstverständlich noch schnell zum Blumenladen (wo gibt es eigentlich einen Blumenladen in der Berliner Vorstadt? Es gibt keinen!) gegangen, um die Blumen zu besorgen. 94 Jahre alt! Eine von 12 Geschwistern. ❤️ Ihre Mama ist 1897 in Litauen geboren.
Meine Nachbarin erzählt in meinem Flur aus Ihrem Leben, schaut sich um und ich empfinde Ehrfurcht vor diesem langen Leben.
Es geht, denke ich. Es geht, das füreinander da sein, ein Leben lang, gerade auch in schweren Zeiten.
„Kommen Sie wieder gut nach oben“, sage ich zum Abschied. Sie antwortet: „Runter habe ich es doch auch geschafft.“
Ich bin dankbar für diese Momente, in denen Zeit keine Rolle spielt. Bleiben Sie gesund, denke ich.
94 Jahre – meine Nachbarin, Frau C. hat mein Herz berührt.
„Wenn ich mich über jeden sexistischen Spruch aufregen würde, der mir über den Weg läuft, hätte ich keine Zeit mehr für andere Dinge, aber für diesen einen möchte ich mir kurz Zeit nehmen. Er ist nämlich so ein perfektes Beispiel, an dem man das Prinzip mal gut demonstrieren kann.“ – lest den klugen Beitrag hier: