„Wie wäre es, wenn wir das Fehlen von Frauen bei den nächsten Landtagswahlen sichtbar machen?“
Ein Gedanke, ausgesprochen. Verlockend. In meiner Vorstellung so leicht. So verbindend.
„Wir könnten hinfahren. Nach Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. WÄHLT FRAUEN. auf die Straße bringen. Sichtbar sein, dort, wo gewählt wird. Menschen treffen, ins Gespräch kommen.
Schließ die Augen, stell dir vor: Die unendliche Weite der schönen Landschaft zieht an uns vorbei. Vor den Fenstern wechseln die Wälder und die Felder, am Himmel steht die Sonne und der Wind weht leicht bewegt unser Haar. Wir sind unterwegs. Schritt für Schritt und Ort für Ort. Ach, findest Du das nicht auch ganz wunderbar?“
Und was, wenn die uns wirklich das Geld geben? #Campact hat uns das Geld gegeben.
Na dann. Nicht weiter drüber nachdenken. Machen! Auf geht’s.
Acht Tourwochenenden. 16 Tourtage. Viele Kilometer. Viele Orte. Ein Auto voller Material. Und eine Idee, bei der wir erst noch herausfinden mussten, wie wir sie eigentlich auf die Straße bringen. Wie wir sichtbar werden und gleichzeitig sicher und gut miteinander sein können.
Also sind wir losgefahren.
Wir haben Erfahrungen gesammelt. Schöne, überraschende, anstrengende. Und auch jene, die Herzen klopfen und Knie weich werden lassen.
Wenn ich heute an diese Wochen denke, denke ich vor allem an all diejenigen, die irgendwann gesagt haben: Ich bin dabei.
An die Menschen, die mitgefahren sind. Die mitorganisiert, fotografiert, getragen und mitgetragen haben. An die Menschen, die irgendwo auf uns gewartet haben. An jene, die stehen geblieben sind, mit uns gesprochen, gefragt und diskutiert haben.
Und an die Menschen zu Hause. Die es möglich gemacht haben, dass wir schon wieder unterwegs sein konnten. Die übernommen, aufgefangen, zugehört und uns den Rücken freigehalten haben. Auch sie waren irgendwie mit auf Tour.
Ohne all diese Menschen wäre das nicht gegangen.
Danke an alle. Zu Hause, unterwegs und dabei.
Danke für das gemeinsame Lachen. Und auch für das Weinen. Fürs Dasein und Aufeinanderachten. Dafür, dass wir nicht nur gemeinsam unterwegs waren, sondern auch füreinander da.
Vielleicht ist es genau das, was mich gerade so berührt. Und was mich auch durch die Momente trägt, in denen mir die Zuversicht ein bisschen abhandenkommt.
Es gibt sie, die guten Menschen.
Ganz viele sogar.
Menschen, die eine Idee mittragen. Die Zeit geben. Die einfach mitkommen. Die bleiben, wenn es schwierig wird. Die sich kümmern. Und die aus einem Gedanken etwas machen, das allein niemals möglich gewesen wäre.
Das hat Kraft gekostet. Ziemlich viel sogar. Und gleichzeitig habe ich auf dieser Tour so viel Zuversicht zurückbekommen.
Das macht mir Mut.
Ich bin dankbar für diese Wochen. Für all die Menschen. Und ja, ich bin zuversichtlich.
Nicht, weil nach acht Tourwochenenden plötzlich alles anders ist. Sondern weil ich erlebt habe, was sich bewegen lässt, wenn wir gemeinsam anfangen. Wenn wir losgehen, auch wenn wir vorher noch nicht genau wissen, wie das eigentlich alles gehen soll.
Gemeinsam verändern wir die Welt.
Vielleicht nicht heute. Und ganz bestimmt nicht auf einmal.
Aber sie geht eben auch nicht an einem Tag unter.
Danke Euch.
Danke. Von Herzen.






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